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Warum fehlende emotionale Kontrolle vielen Selbstständigen den Erfolg kostet

emotionale-kontrolle

„Unser Leben ist das, wozu unser Denken es macht.“

– Marcus Aurelius

Emotionale Intelligenz ist keine Erfindung der Neuzeit.

Es ist ein Paradigma, dass bereits seit tausenden von Jahren von den Weisen und Mächtigen der Geschichte angewendet wird.

Ein Beispiel dafür ist Marcus Aurelius.

Er ist einer der wenigen römischen Kaiser, von denen wir heutzutage noch persönliche schriftliche Aufzeichnungen besitzen.

Du kannst dir vorstellen, dass man es als römischer Imperator nicht leicht hat. Überall Kriege, die gewonnen werden müssen. Überall politische Konkurrenten, die dich erdrosseln wollen. Eine Pest, die deinem Volk an den Kragen will. Und ein riesiges Kaiserreich, das irgendwie gemanagt werden muss.

Und dennoch hat er hat seine Arbeit wirklich gut gemacht. Die historischen Aufzeichnungen zeigen: Mit dem Ende seiner Regierungszeit ging es mit dem Römischen Reich bergab.

Aber was hat Marcus Aurelius mit Emotionaler Intelligenz zu tun?

Als Stoiker hat er sich damit beschäftigt, wie man trotz Verpflichtungen, Probleme und Hürden ein glückliches Leben führen kann. Das Besondere an ihm ist, dass er nicht einfach nur ein schräger Philosoph war. Er hat seine Philosophie in seinem Alltag als Imperator angewendet.

Stell dir vor, du bist ein römischer Kaiser. Und du hast jeden Tag mit diesen endlosen Problemen zu kämpfen. Wie willst du das auf die Reihe bekommen, ohne dabei völlig durchzudrehen? Und zudem noch ein erfülltes Leben führen?

Aurelius hat ein wichtiges Prinzip erkannt: Wir können unser Umfeld nicht kontrollieren. Aber wir können kontrollieren, wie wir auf unser Umfeld reagieren.

Im Endeffekt waren seine Herausforderungen gar nicht so unähnlich von denen eines Selbstständigen. Als Selbstständiger musst du dich auch „im Krieg“ gegen den Wettbewerb behaupten. Du musst auch dein Volk (deine Kunden) zufriedenstellen, ansonsten rebelliert dieses. Und dabei immer den Überblick behalten und dafür sorgen, dass die Staatskasse (dein Konto) nicht leer wird.

All das kann einen ganz schön mitnehmen.

Entweder du erlangst die Kontrolle darüber, wie du auf solche Hindernisse emotional reagierst oder du wirst sehr große Schwierigkeiten mit deiner Rolle als Selbstständiger haben. Und das glückliche und freie Leben, dass du dir durch deine Selbstständigkeit aufbauen wolltest, wird immer weiter in die Ferne rücken.

Deswegen erfährst du in diesem Artikel, warum es absolut notwendig ist, ein Bewusstsein für seine Emotionen zu entwickeln und warum das der Schlüssel für eine stressfreie Selbstständigkeit ist.

Es gibt kein Gut oder Schlecht

Die meisten Leute leben in dem Glauben, dass ihre Emotionen durch externe Umstände bestimmt werden. Es fühlt sich wie eine Achterbahnfahrt an.

Du verlierst einen Großkunden. – Du bekommst Existenzängste.

Du findest einen neuen Auftrag. – Deine Existenzängste verschwinden wieder.

Du verdienst dein erstes Geld mit deinem Online-Business. – Du bist überglücklich.

Keiner Interessiert sich für dein neues Ebook. – Du fühlst dich missverstanden.

Du wirst zu einem Speaking-Event als Redner eingeladen. – Du bist stolz auf dich.

Deine Seite wird von Google gebannt. – Bei dir bricht Panik aus.

Und so weiter.

Die meisten Menschen leben nach dem Glaubenssatz, dass die äußeren Umstände der Grund für ihre Emotionen sind.

Nun, der erste Schritt für emotionale Kontrolle ist es einzugestehen, dass nicht die äußeren Reize deine Emotionen erschaffen, sondern du selbst.

Es liegt in deiner Macht zu entscheiden, mit welchen Emotionen du auf die externen Reize reagierst.

Selbst wenn die externe Situation ganz klar gegen dich spricht – sagen wir beispielsweise, ein langjähriger Bestandskunde springt ab – dann liegt es immer noch in deiner Macht zu entscheiden, mit welchen Emotionen du auf dieses Ereignis reagierst. Fühlst du dich beleidigt und missverstanden und verfällst in Panik? Oder fühlst du dich motiviert und erleichtert und sieht eine neue Chance, deine Auftragslage zu verbessern?

Du kontrollierst deine Emotionen!

Es gibt keine guten oder schlechten Situationen. Es gibt einfach nur Situationen. Und du entscheidest, ob sie gut oder schlecht sind.

Vergesse alles, was du glaubst über Emotionen zu wissen

Ich kann es absolut nachvollziehen, wenn du dir jetzt denkst:

„Unsinn! Das ist zwar leicht gesagt, aber wenn jetzt jemand kommt und mein Haus niederbrennt, dann kann ich mich ja wohl nicht ernsthaft dafür entscheiden glücklich darüber zu sein!“

Es ist schwer, das zu glauben. Da hast du Recht.

Das erste Mal, als ich von Emotionaler Intelligenz gehört habe, war im vierten Semester meines Studiums. Ich habe in paar Foren über Persönlichkeitsentwicklung gestöbert und bin eines Tages auf einen Vortrag von einem NLP Trainer gestoßen (dessen Namen ich leider vergessen habe). Er hat über Emotionen gesprochen, welchen Einfluss sie auf unser Leben haben und dass wir alleine für unsere Emotionen verantwortlich sind.

Ich habe das Prinzip zwar schnell verstanden, wurde aber auch schnell misstrauisch. Zu dieser Zeit war der Druck in meinem Studium ziemlich hoch. Die Folge war, dass ich absolut keine Freizeit mehr hatte. Das hat mich emotional ziemlich mitgenommen. Ich fühlte mich gestresst und ausgelaugt.

Ich dachte mir: „Das ist doch Bullshit! Nicht meine Emotionen sind das Problem. Das Studium ist das Problem. In bin so sehr ausgelastet, dass ich keine Zeit mehr für Freunde oder Hobbies habe. Wenn mein Studium endlich rum ist, dann wird es mir auch innerlich bessergehen.“

Mein Fazit: Es ist zwar eine nette Idee, aber nicht wirklich in der Praxis umsetzbar.

Und dennoch habe ich mich mit dem Thema auseinandergesetzt, habe mein emotionales Bewusstsein trainiert und habe somit nach und nach verstanden, wie wahr es ist, was dieser NLP Trainer gesagt hat.

Wahrscheinlich geht es dir gerade ähnlich. Du verstehst das Prinzip auf einer logischen Ebene, aber kannst noch nicht ganz glauben, dass es auch wirklich praktisch anwendbar ist.

Vielleicht bereitet dir dein Business gerade ziemliche Kopfschmerzen. Und macht dir im Moment keinen Spaß, weil du das Gefühl hast, nicht voranzukommen. Ein ziemlich mieses Gefühl, oder?

Im Wahrheit ist jedoch nicht deine Selbstständigkeit an dieser Situation schuld, sondern die Emotionen, die du unkontrolliert zulässt.

Wie laufen deine Emotionen tatsächlich ab?

Bleiben wir beim Kundenbeispiel: Nach einer langen Durststrecke schaffst du es einen neuen Kunden zu akquirieren. Du bist erleichtert. Deine Aussichten haben sich auf einen Schlag verbessert. Du nutzt die neue Motivation, um deine Akquise zu verbessern und noch mehr Kunden reinzuholen. Deine Emotionen haben dazu geführt, dass deine aktuelle Lage sich verbessert. Sie haben zu einem positiven Ergebnis in deinem Leben geführt.

Schaubild emotionales Bewusstsein

Schaubild emotionales Bewusstsein - Bsp1

Zumindest ist das das Schema, nachdem 99% der Menschen ihre Emotionen wahrnehmen. Aber ganz so läuft es nicht ab. Wenn du dein Bewusstsein trainierst, dann wirst du schnell feststellen, dass eine Komponente fehlt.

Zwischen dem Ereignis und der Emotion ist ein Filter, der bestimmt, wie du auf das Ereignis reagierst. Das kann ein Gedanke, wie „Geil, endlich geht es wieder bergauf!“ sein. Du fühlst dich erleichtert. Oder vielleicht denkst du dir „Scheiße, jetzt muss ich weiter meine Zeit gegen Geld tauschen!“. Beides ist möglich. Je nachdem welchen Filter du aufsetzt, wird eine andere Emotion ausgelöst. Diese wiederum bestimmt dein zukünftiges Handeln:

4 Schritte emotionales Bewusstsein

4 Schritte emotionales Bewusstsein - Bsp1

Oder…

4 Schritte emotionales Bewusstsein - Bsp2

Du siehst, je nachdem welche Emotionen du zulässt, werden diese ein negatives oder positives Ergebnis hervorbringen. Wenn du ständig mit negativen Emotionen auf die Ereignisse in deiner Selbstständigkeit reagierst, dann hast du gute Chancen, dass dein Herzensprojekt daran scheitern wird.

Es hängt davon ab, wie du das Ereignis interpretierst.

Wie kannst du lernen, deine Emotionen besser zu kontrollieren?

In dem meisten Fällen läuft diese Interpretation blitzschnell und komplett automatisch ab. Du merkst es nicht einmal. Um emotionale Kontrolle zu erlangen musst du also genau ein Hindernis überwinden:

Dein Unbewusstsein.

Dein Ziel ist es also, deine Interpretationen bewusst wahrzunehmen. Diese entscheiden nämlich, mit welchen Emotionen du auf diese Ereignisse reagierst.

Wenn ich also von emotionalem Bewusstsein rede, dann meine ich also nicht nur das Wahrnehmen deiner Emotionen, sondern auch das Wahrnehmen deiner Gedanken, die diese Emotionen erschaffen. Wie du die Ereignisse in deinem Umfeld bewertest.

Oder einfach nur kurz: Deine Gedanken erschaffen deine Emotionen. Sorge gefälligst dafür, dass diese nicht mehr unbewusst ablaufen.

Du denkst dir jetzt vielleicht: „Okay Robert. Du schreibst das Ganze hier so, als wäre es super einfach. Was soll ich aber machen, wenn wirklich irgendwas Schlechtes passiert. Also in der realen Welt. Wie soll ich das dann hinbekommen?“

Und du hast Recht, es ist eine ziemlich harte Arbeitet dieses emotionale Bewusstsein zu erlernen. Das liegt einfach daran, dass wir uns über all die Jahre nie Gedanken über unsere Emotionen gemacht haben und wie diese eigentlich entstehen.

Dafür wirst du eine Menge Übung brauchen und musst über eine lange Zeit am Ball bleiben. Mit „eine Menge“ meine ich damit Monate oder sogar Jahre.

Lohnt es sich dann überhaupt damit anzufangen? Nun, als Selbstständiger hast du dich sowieso dazu entschieden, deine Arbeitszeit und deine finanzielle Lage selbst in die Hand zu nehmen. Hebe diese Selbstverantwortung auf die nächste Ebene und übernehme auch die volle Kontrolle über deine Emotionen, damit diese nicht chaotisch ablaufen und somit deine harte Arbeit mit deinen negativen Handlungen sabotieren.

Die 7 Tage Challenge

Die wichtige Message, die ich dir in diesem Artikel vermitteln will, ist, dass du die volle Verantwortung für deine Emotionen übernehmen kannst und solltest.

Nicht dein Kunde, dein Partner oder dein Konkurrent ist für deine Emotionen verantwortlich, sondern du selbst!

Das Wissen alleine hilft dir jedoch noch nicht weiter. Du musst lernen in deinem täglichen Leben auf deine Emotionen zu achten.

Deswegen will ich von dir, dass du dich für die kommende Woche dazu verpflichtest, die volle Verantwortung für deine Emotionen zu übernehmen. Richte in dieser Zeit deine volle Aufmerksamkeit auf deine negativen Emotionen. Vergiss die positiven Emotionen erst einmal. Diese sind natürlich auch wichtig, aber für den Start beschränken wir uns auf die negativen.

Wenn also irgendwas „scheinbar Negatives“ passiert und du deswegen verunsichert, gestresst oder beunruhigt bist, dann halte ein und distanzier dich von diesem Gefühl. Denke an den oberen Prozess und versuche herauszufinden, welches Ereignis der Auslöser war und wie du dieses Ereignis interpretierst.

Welcher Gedanke geht dir in diesem Moment durch den Kopf?

Belasse es bei der Beobachtung. Versuche nicht deine negativen Emotionen zu stoppen. Sei dir einfach nur darüber bewusst, was in dieser Situation abläuft.

Innerhalb dieser Woche wirst du mit Sicherheit nicht alle Emotionen erwischen. Nicht mal ansatzweise. Es ist vollkommen okay, wenn du nur 5 oder 6 emotionale Momente bewusst wahrnehmen konntest.

Du wirst trotzdem den Zusammenhang zwischen den Ereignissen, deinen Gedanken und deinen Emotionen erkennen. Und das ist schon ein riesiger Fortschritt!

Ich will, dass du dir mit dieser Challenge eine eigene Meinung zu dem Thema bildest. Mit 7 Tagen hast du nichts verloren.

Entscheide nach diesen 7 Tagen, ob es für dich wert ist, dein emotionales Bewusstsein weiter auszubauen.

Fazit

Kannst du dir vorstellen, wie dein Leben sich verändern würde, wenn du plötzlich die Kontrolle darüber hättest, mit welchen Emotionen du auf die Ereignisse in deinem Umfeld reagierst? Wie viel erfolgreicher du mit deinem Business wärst? Wie viele mehr Entscheidungsmacht du über die Ergebnisse in deinem Leben hättest? Und wie viel glücklicher du sein könntest?

Es klingt wie eine Superheldenkraft.

Und wie viele Möglichkeiten dir entgehen würden, wenn du deine Emotionen weiterhin dem Zufall überlassen würdest? Wenn deine Emotionen weiterhin unkontrolliert deine Entscheidungen und dein Handeln steuern?

Als Grund für das Scheitern von Selbstständigen werden häufig Ursachen, wie mangelnde kaufmännische Fähigkeiten, schwache Positionierung oder zu geringes Budget angegeben. Aber wie viele werfen letztendlich das Handtuch, weil ihnen die emotionale Belastung zu groß wird? Weil sie mit den unausweichlichen Herausforderungen nicht zurechtkommen? Sind das nicht alles Gründe, die mit einer starken emotionalen Psyche dennoch gemeistert werden können? Auf Widerstand wirst du zwangsläufig treffen. Die Frage ist nur, wie du darauf reagierst.

Also beginne dich mit deinem emotionalen Bewusstsein auseinanderzusetzen.

Marcus Aurelius, der Ur-EQpreneur, hat es treffend formuliert: „Das Glück Deines Lebens hängt von der Beschaffenheit Deiner Gedanken ab. Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“

Was denkst du? Ist eine solide emotionale Kontrolle wichtig für den Erfolg der Selbstständigkeit? Schreib es in die Kommentare!

*Wir garantieren dir, dass du von uns keinen Spam bekommst. Ehrenwort!


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