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Bist du emotional intelligent?

Bist du emotional intelligent?

Emotionale Intelligenz gibt es nicht.

Zumindest hat der klassische Begriff „Intelligenz“ nichts mit Emotionen zu tun.

Der Intelligenz Quotient (IQ) ist eine Kennzahl, um das logische Denkvermögen eines Menschen zu messen.

Wie will man aber Emotionen messen? EQ? Emotionaler Quotient? Emotionen und Kennzahlen? Das passt ja mal gar nicht zusammen.

Wie findet man heraus, ob man die emotionalen Fähigkeiten hat, die heutzutage zwingend notwendig sind?

Es reicht nicht mehr aus, nur „gut“ in einem Fach zu sein.

Stellt dir Folgendes vor: Du bist ein genialer Software-Entwickler. Du entwirfst ein Konzept für eine neue innovative Super-App. Sie hat alle tollen Features, die die Konkurrenz nicht hat. Um die App erfolgreich auf den Markt zu bringen, trommelst du ein Team aus weiteren Softwareentwicklern zusammen und fängst an die ersten Investoren zu suchen.

Aber was bringt dir das tollste Produkt, wenn dein Team sich jeden Tag streitet und ihr deswegen nicht vorankommt? Oder du keinen einzigen Investor überzeugen kannst und deswegen der Geldhahn geschlossen bleibt?

Oder noch schlimmer: Wenn du bei deinen Kunden keine Emotionen wecken kannst und die App niemand kauft?

Um deine emotionalen Skills zu verbessern, solltest du ungefähr einzuschätzen können, welche Baustellen du noch hast. Um das zu machen, hast du genau zwei Möglichkeiten:

  1. Du benutzt einen der zahlreichen Online-Tests
  2. Du hörst auf dein Bauchgefühl (Schon mal ein guter Anfang, wenn du deine Emotionen trainieren willst)

In diesem Artikel bekommst du die Möglichkeit, deinen EQ grob einzuschätzen. „Grob“ reicht auch schon aus.

Du brauchst keine 100% genaue Kennzahl, um sagen zu können, ob du ein emotionaler Zen-Meister bist oder ob deine Gefühlswelt einem ausgetrockneten Holzklotz gleicht.
Sowas wie eine emotionale Messzahl gibt es nämlich nicht. Es gibt nur Schätzungen.

Genauso verhält es sich mit einem Fass voller Sand. Du kannst zwar versuchen, die Anzahl der Sandkörner in dem Fass zu zählen. Du hast vielleicht eine grobe Vermutung. Aber du kannst dir nie ganz sicher sein, wie viele Sandkörner letztendlich drin sind.

 

EQ Online-Tests

Im Netz gibt es unzählige Tests, um seinen EQ zu messen.

Ich habe schon paar davon ausprobiert. Das Ergebnis war ziemlich ernüchternd. Weil ich abschätzen konnte, welche Antworten ich wählen muss, um einen hohen Score zu erreichen. Ich kann zwar angeben, dass ich „in stressigen Situationen die Ruhe bewahre“. Wenn ich aber meine Freundin danach frage, würden sie wahrscheinlich antworten, dass das ein großer Haufen Bullsh*t ist.

Außerdem erinnern sie mich an pseudopsychologische Selbsthilfetests aus Klatschzeitschriften. Aber bilde dir doch selbst deine Meinung:

Zeitblüten EQ-Test
Focus-Online EQ-Test
Psychomeda EQ-Test

 

EQ selber einschätzen

Daher finde ich die zweite Möglichkeit besser. Schätze deinen EQ einfach selber ein. Das funktioniert aus einem einfachen Grund:

Emotional intelligente Selbstständige haben viele Gemeinsamkeiten.

Es gibt bestimmte Verhaltensweisen, die bei solchen Leuten häufig auftauchen. In der folgenden Liste sind die gängigsten Eigenschaften aufgeführt. Schaue die Punkte an und entscheide, welche davon auf dich zutreffen.

1. Du hast einen großen emotionalen Wortschatz

Jeder Mensch erlebt pro Tag über hundert oder sogar tausend Emotionen. Aber nur die wenigsten können ihre Gefühle richtig wahrnehmen und konkret benennen.
Das kann zu einem großen Problem für dich werden, wenn du deine Gefühle missverstehst und daraufhin falsche Entscheidungen triffst oder widersprüchlich handelst.

Sobald du deine Gefühle verstehst, kannst du sie auch spezifisch benennen. Anstatt „Ich fühle mich schlecht“ sagst du „Ich fühle mich gereizt“. Oder „nervös“. Oder „frustriert“. Oder „ängstlich“.

Je spezifischer du eine Beschreibung für deine Emotionen wählst, desto genauer weißt du, wie du dich fühlst, was das Gefühl ausgelöst hat und was du mit diesem Gefühl anstellen sollst.

2. Du interessierst dich für deine Mitmenschen

Es ist egal, ob du introvertiert oder schüchtern bist. Als emotional intelligenter Selbststädiger interessierst du dich für die Menschen um dich herum.

Dabei ist es egal, ob es sich um deine Kunden, deine beauftragten Freelancer, deine Geschäftspartner oder deine Influencer handelt.

Dich interessiert, welche Meinung sie haben. Welche Ziele sie ansteuern. Ob du von ihnen etwas lernen kannst. Ob du ihnen helfen kannst. Oder welche Probleme sie beschäftigen.

Es ist auch okay, wenn du dir Sorgen machst, ob die Menschen dich und deine Produkte mögen. Diese Mich-Kümmert-Es-Nicht-Was-Die-Anderen-Von-Mir-Denken-Einstellung führt nur dazu, dass du die wichtigen Signale ignorierst und dich in die falsche Richtung entwickelst.

3. Du hast keine Angst vor Veränderungen

Emotional intelligente Selbstständige wissen, dass sie flexibel sein müssen, um erfolgreich zu sein.

Du weißt, dass viele Menschen Angst vor Veränderungen haben. Und dass diese Angst einen manchmal erstarren kann. Viele gehen lieber kein Risiko ein und bleiben in ihrer Komfortzone. Das geht aber meistens auf Kosten des Erfolgs und des eigenen Wohlbefindens.

Du erkennst Veränderungen, wenn sie vor der Tür stehen. Und du erstellst einen Plan, um die Chancen dieser Veränderung zu nutzen.

4. Du kennst deine Stärken und Schwächen

Bei Emotionaler Intelligenz geht es nicht nur um Emotionen. Es geht vor allem um eine klare Selbstreflexion.

Das bedeutet auch, dass du dir über deine Stärken und Schwächen bewusst bist. In welchen Tätigkeiten bist du verdammt gut? Zu welchen Themen wirst du immer um Rat gefragt?

Und in welchen Fähigkeiten bist du so schlecht, dass du lieber darauf warten solltest, dass sie ein Roboter übernehmen kann?

Was motiviert dich? Was entfacht deine Leidenschaft? Was nervt dich und sorgt dafür, dass du dich gerne ablenken lässt? Deine Emotionen haben einen großen Einfluss auf dein Talent und deine Fähigkeiten.

Du bist ehrlich zu dir selbst und akzeptierst dich so, wie du wirklich bist. Und nicht wie du sein willst oder andere dich haben wollen.

5. Du besitzt eine ausgeprägte Menschenkenntnis

Ein Großer Teil von EQ hat viel mit Social Awareness zu tun.

Oben habe ich schon erwähnt, dass du als emotionaler Selbstständiger Interesse für deine Mitmenschen hast. Du beobachtest sie ganz genau.

Das führt dazu, dass du nach einer Weile eine überdurchschnittliche Menschenkenntnis entwickelst.

Das ist ein enormer Vorteil in der Geschäftswelt. Die Menschen sind kein Mysterium mehr für dich.

Du verstehst welche Motive sie antreiben und welche Trigger sie zum Handeln bewegen. Selbst bei den Mensch, die sich hinter einer Maske zu verstecken.

6. Man kann dich nur schwer aus der Ruhe bringen

In deinem Alltag als Selbstständiger kommt es täglich vor, dass dich jemand provoziert oder dich sogar beleidigt.

Das bringt dich jedoch nicht ins Wanken.

Du kennst deine Kernwerte und stehst felsenfest hinter ihnen. Dir machen Beleidigungen nichts aus. Im Gegenteil: Du erfährst, was du machen musst, um starke Emotionen in der anderen Person auszulösen. Dieses Wissen kann oft Gold wert sein.

Du bist offen für andere Meinungen, weil sie dir eine neue Perspektive bieten.

Du weißt, dass es Aufgaben gibt, die andere deutlich besser erledigen können. Es gibt keinen Grund, sich dafür zu schämen. Weil du in vielen anderen Dingen besser bist.

Du lachst selbst dann, wenn andere auf deine Kosten einen Witz reißen. Weil du in der Lage bist zwischen Humor und Beleidigung zu unterscheiden.

7. Du kannst „Nein“ sagen

Das ist eine meiner persönlichen großen Baustellen.

Das „Nein“ sagen.

Nicht nur zu anderen. Sondern auch zu mir selbst.

„Nein“ ist ein mächtiges Wort. Es erfordert Mut und Selbstsicherheit es zu benutzen. Ein „Nein“ kann nämlich Ablehnung vermitteln oder die Angst hervorrufen, eine einmalige Chance zu verpassen.

Neue Verpflichtungen abzulehnen bedeutet, dass man seine alten ernst nimmt. Und das ist auch wichtig, damit du diese auch einhältst. Du „commitest“ dich.

8. Du ziehst dich nicht runter, wenn du einen Fehler gemacht hast

Es ist unvermeidbar, dass du als Selbstständiger Fehler machen wirst. Und es ist auch voll in Ordnung, wenn dich diese Fehler beschäftigen und dich manchmal sogar emotional mitnehmen.

Im Gegenteil. Es wird erst dann gefährlich, wenn du dich zu sehr von deinen Fehlern distanzierst und aufhörst aus ihnen zu lernen.

Dennoch darfst du nicht übertreiben und zulassen, dass deine Selbstreflexion zu Selbstzweifel umschlägt.

Der Schlüssel zur Balance liegt in deiner Fähigkeit, Fehler in Learnings zu übersetzen. Dadurch lernst du jedes Mal wieder aufzustehen, wenn du mal hinfällst.

9. Du hilfst anderen und erwartest nichts als Gegenleistung

Kannst du dich an einen Moment erinnern, an dem dir jemand unaufgefordert seine Hilfe angeboten hat? Oder dir unerwartet etwas schenkt? Solche Momente hinterlassen einen starken bleibenden Eindruck.

Genauso verhält es sich auch umgekehrt. Als emotional intelligenter Selbstständiger bist du nicht wirklich solo. Du baust starke emotionale Partnerschaften auf und kannst Kunden langfristig binden.

Du hilfst und beschenkst andere, ohne dafür gleich eine Gegenleistung zu erwarten. In den meisten Fällen wird sich diese Person von sich aus revanchieren.

Und wenn nicht, dann gibt es trotzdem paar Punkte auf das Karmakonto.

10. Du hegst keinen Groll gegen andere

Wenn du dauerhaft auf jemand einen Groll hast oder ständig Neid verspürst, dann bewirkst du damit vor allem eins: Du versetzt deinen Körper langfristig unter Stress.

Nicht den Körper der anderen Person. Sondern deinen eigenen.

Das ist so, als würdest du vor lauter Zorn dein eigenes Auto zerkratzen.

Es ist vollkommen okay auf jemand wütend oder beleidigt zu sein. Aber du weißt, dass solche Emotionen dir langfristig mehr schaden als dem anderen.

In deinem Alltag als Selbstständiger ist Stress nicht vermeidbar. Also versuchst du mit allen Mitteln dich von diesem zusätzlichen Ballast zu befreien.

11. Du neutralisierst giftige Menschen

Kennst du diese Situation?

Du ziehst einen lukrativen Auftrag an Land. Aber der Kunde ist ziemlich anstrengend. Nach jeder Sitzung fühlst du dich ausgelaugt und hast das Gefühl, dass du eine Woche Urlaub vertragen kannst.

Es gibt einen Grund dafür: Diese Menschen sind emotional dumm nicht intelligent.

Entweder du vermeidest solche Leute. Wenn das nicht geht, dann bleibst du sachlich und rational.

Als emotional intelligenter Auftraggeber hältst du deine Gefühle unter Kontrolle.

Du merkst es, wenn Ärger und Frust in dir aufsteigt. Aber du lässt nicht zu, dass diese Gefühle deine Entscheidungen kontrollieren.

Außerdem kannst du dich trotzdem in die Lage der nervigen Person versetzen und findest dennoch eine passende Lösung.

Und selbst dann, wenn die Situation komplett eskaliert und dein Kunde sich für immer verabschiedet. Dann nimmst du es gelassen und lässt nicht zu, dass es dich runterzieht.

12. Du strebst nicht nach Perfektion

Perfektion ist kein Ziel für dich. Du weißt, dass sie nicht existiert.

Wir machen nun mal Fehler. Das ist unvermeidbar.

Wenn du nach Perfektion strebst, dann wirst du immer das Gefühl haben, dass deine Arbeit nicht gut genug ist.
Du nutzt deine Zeit lieber, um stolz darauf zu sein, was du bereits erreicht hast. Anstatt über die Dinge nachzudenken, die du vielleicht hättest anders machen sollen.

Deswegen bist du glücklich mit dem, was du bereits hast.

13. Du achtest auf deine Gesundheit

Du nimmst dir regelmäßig Auszeiten von deiner Arbeit? Neben „Marketing“ und „Akquise“ planst du noch du auch „Kino mit Freunden“ oder „Einen Roman lesen“ in deinen Kalender ein?

Das bewusste Abkoppeln von deinen Verpflichtungen zeigt, dass du dir selber wichtig bist. Wenn du 24/7 arbeitest, dann setzt du deinem Körper dauerhaft unter Stress. Und das kann ziemlich in die Hose gehen. Das „Offline gehen“ bewirkt, dass du deinem Körper und deinem Geist mal eine Pause gönnst. Um die Batterien wieder aufzuladen. Auch wenn es heutzutage ziemlich schwer ist, weil man praktisch Rund um die Uhr erreichbar ist.

Außerdem achtest du darauf, deinem Körper nicht langfristig zu schaden. Beispielsweise mit zuviel Alkohol oder Zigaretten. Du trinkst ausreichend Wasser und ernährst dich ausgewogen. Du treibst auch Sport und hast genug Schlaf.

Das alles machst du, weil du den Zusammenhang zwischen deinem seelischen und deinem körperlichen Wohlbefinden kennst. Deswegen achtest du penibel darauf, hier die richtige Balance zu halten.

 

Fazit

Bevor du anfängst deine emotionalen Skills zu trainieren, musst du einschätzen können, wie viel EQ bereits in dir steckt.

Du musst wissen, wo du stehst, damit du eine Strategie entwickeln kannst, um zu deinem Ziel zu gelangen.

Wenn du mitten im Wald stehst und keine Ahnung hast, wo du bist, dann kannst du auch nicht wissen in welche Richtung du laufen musst, um zur nächsten Stadt zu gelangen.

Wie viele der Eigenschaften treffen auf dich zu? Bei welchen Eigenschaften hast du noch Ausbaubedarf und worin bist du bereits ziemlich gut?

Schreibe es in die Kommentare!

 

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