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Ein Crashkurs über Emotionale Intelligenz

Crashkurs Emotionale Intelligenz

“I don’t want to be at the mercy of my emotions. I want to use them, to enjoy them, and to dominate them.

 – Oscar Wilde

 

Für mich ist es immer noch ein Rätsel, warum Emotionale Intelligenz in Deutschland so wenig Beachtung bekommt. Dabei durchleben wir jeden Tag mindestens hundert emotionale Höhen und Tiefen. Trotzdem scheint es niemanden wirklich zu interessieren.

Aber warum ist das so?

Ich habe dazu paar Hypothesen aufgestellt. Vielleicht denken die Leute:

  • “Emotionen sind nur was für esotherische Warmduscher und gefühlsduselige Weicheier.“
  • “Emotionale Intelligenz ist wieder nur eine neue Pseudo-Weisheit aus der Persönlichkeitsentwicklung.“
  • “Emotionen kann man nicht kontrollieren. Sie sind diese unsichtbaren, unbändigen Signale, die uns manchmal dazu führen dumme Dinge zu tun. Das muss man wohl akzeptieren.“
  • “Emotionen haben im Business nichts verloren. Ein Profi ist immer sachlich und rational.“
  • “Es gibt andere Dinge, die wichtiger für mein Business sind. Deswegen befasse ich mich lieber mit Social Media Strategien oder mit meinem Webauftritt.“

In Amerika ist das anders.

Vor allem die großen Business Gurus wie Gary Vaynerchuck oder Richard Branson nennen EQ als einen der Hauptgründe für ihren Erfolg. Selbst Steven Covey’s legendäres Buch The 7 Habits of Highly Effective People basiert auf den Grundpfeilern der Emotionalen Intelligenz.

Amerikanische Manager lassen sich gerne zu Emotionaler Intelligenz beraten. Bei ihnen wird EQ für Teamleading und Unternehmensführung eingesetzt. Deswegen haben es sich zahlreiche Firmen wie 6 Seconds oder TalentSmart zur Aufgabe gemacht, die Arbeitswelt (und auch die Gesellschaft) mit ihrem Wissen über die Gefühlswelt, zu verbessern.

Die Yale Universität betreibt sogar ein eigenes Forschungsinstitut zu dem Thema. Sie haben das Ziel den richtigen Umgang mit Emotionen „alltagstauglich“ zu machen.

In diesem Artikel erfährst du die Basics der EQ und warum wir uns vielleicht eine Scheibe von den Amerikanern abschneiden sollten.

Los geht’s.

EQ hat nichts mit Persönlichkeitsentwicklung zu tun!

„Es gibt doch schon so viele Lifestyle- und Motivationscoaches! Der Markt ist doch schon total ausgelutscht! Wie willst du es schaffen, sich da hervorzuheben?“

Solche Sätze kann ich nicht mehr hören.

Bei Emotionaler Intelligenz geht nicht um Motivation oder Lebensweisheiten. Von mir wirst du nie einen Satz wie „Glaub an dich selbst, und du kannst alles schaffen!“ hören. Zwischen der Persönlichkeit(sentwicklung) und der emotionalen Intelligenz eines Menschen gibt es keinen Zusammenhang:

Deine Persönlichkeit ist der individuelle Style, der dich als Person ausmacht. Sie ist das Ergebnis der ganzen Erfahrungen, die du in deinem Leben gesammelt hast. Und sie bestimmt, wie du die Welt siehst und bewertest. Deine Persönlichkeit ist fest in dir verankert. Sie entscheidet beispielsweise, ob du intro- oder extrovertiert bist.

Die Persönlichkeitsentwicklung gibt dir Tipps und Tricks, wie du deine Persönlichkeit kurzfristig  verändern kannst. Und diese Methoden funktionieren sogar oft. Jedoch finde ich, dass du nicht krampfhaft versuchen solltest deine Persönlichkeit zu ändern. Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es ziemlich anstrengend (und vielleicht sogar unmöglich) ist, seine eigene Natur zu leugnen und langfristig umzupolen.

Deine Energie kannst du auch sinnvoller nutzen, um deine Emotionale Intelligenz zu verbessern.

 

Was ist Emotionale Intelligenz?

Die Antwort auf diese Frage ist ziemlich einfach:

Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, sowohl eigene als auch fremde Emotionen wahrzunehmen und sinnvoll einzusetzen.

Es ist das „Etwas“ in jedem von uns. Es beeinflusst, wie wir denken und handeln und somit auch, wie wir Entscheidungen treffen.

Das Skillset eines emotional intelligenten Menschen kann man in vier Kategorien aufteilen:

Einteilung EQ Kategorien

Deine persönlichen Skills bestimmen, wie ausgeprägt deine Selbstreflexion ist und wie gut du dein Verhalten und deine Gedanken managen kannst.

  • Selbstwahrnehmung: Bist du dir über deine Emotionen, deine Werte und deine persönlichen Eigenschaften bewusst?
  • Selbstmanagement: Kannst du deine Emotionen steuern, um dein Verhalten positiv zu beeinflussen?

Deine sozialen Skills entscheiden, ob du dich in einen anderen Menschen hineinversetzen kannst und ob du in der Lage bist, eure Beziehung nachhaltig zu verbessern.

  • Soziale Wahrnehmung: Kannst du die Emotionen, die Werte und die persönlichen Eigenschaften von anderen wahrnehmen und richtig deuten?
  • Beziehungsmanagement: Kannst du deine Selbstwahrnehmung, dein Selbstmanagement und deine soziale Wahrnehmung derart kombinieren, dass du die Beziehung zu einem Menschen verbessern kannst?

Man kann also sagen, dass ein emotional intelligenter Mensch genau diese vier Fähigkeiten drauf hat.

Aber was hat das alles mit deiner Business zu tun? Die Antwort: Eine Menge!

Emotionen sorgen dafür, dass deine Kunden kaufen

Eine Sache scheinen wir immer wieder zu vergessen:

Hinter den ganzen Abonnenten, Seitenaufrufen und Conversion Rates stecken richtige Menschen. Mit emotionalen Bedürfnissen und Problemen.

Genauso wie du und ich.

Und dafür sollten wir als „Verkäufer“ dankbar sein.

Denn jede Entscheidung, die wir treffen, wird durch unsere Emotionen bestimmt. Clevere Marketer nutzen diese Tatsache schon seit Ewigkeiten, um die Verkäufe in die Höhe zu treiben.

Ein Beispiel

Kommt dir folgende Situation bekannt vor?

Deine Freundin hat dich gefragt, ob du Lust hättest am Samstagnachmittag mit ihr shoppen zu gehen. Sie braucht paar neue Wintersachen, weil es draußen langsam wieder kalt wird. Obwohl du eigentlich keine neuen Klamotten brauchst, gehst du ihr zuliebe mit.

Shopping

Am Ende von der Shopping Tour stellst du jedoch fest, dass du wieder zwei neue Pullis und eine neue Jacke gekauft hast. Und deine Freundin nur ein Oberteil. Und das, obwohl du bereits 20 Pullis und 15 Jacken im Kleiderschrank hängen hast. Rational gesehen war es total schwachsinnig noch mehr Kleider zu kaufen. Dennoch hast du wieder über 150 Euro ausgegeben, obwohl du dir erst gestern vorgenommen hast, wieder mehr zu sparen.

Dafür gibt es eine wissenschaftliche Erklärung:

Wenn du im Laden stehst und eine neue Jacke siehst, dann wandert das Bild von der Jacke über dein Auge in dein Gehirn. Dort findet ein kleiner Kampf statt. Und zwar zwischen dem rationalen und dem emotionalen Teil deines Gehirns (Das emotionale Gehirn nennt man auch limbisches System). Beide wollen entscheiden, ob du die Jacke kaufen sollst oder nicht.

Zuerst ist das Emotionale Gehirn dran und antwortet: „Oh wow, diese Jacke sieht aber schick aus!“

Dann argumentiert das Rationale Gehirn: „Du hast eh schon so viele Jacken! Spar lieber das Geld. Du wirst es gebrauchen können, wenn du im nächsten Monaten umziehen wirst!“

Diesen Kampf gewinnt meistens das Emotionale Gehirn. Weil der Entscheidungsvorgang im limbischen System beginnt. Hier entsteht die erste Tendenz, wohin deine Entscheidung gehen soll. Sie trifft also bereits mit „emotionalen“ Balast im rationalen Gehirn ein.

EQ Gehirn

Genau das passiert auch, wenn ein potenzieller Kunde eine Landingpage von dir anschaut oder auf deinem Online-Shop unterwegs ist.

Es ist ungeheuer wichtig zu verstehen, welche Emotionen deine Kunden antreiben. Deswegen solltest du bei deinem Angebot immer den emotionalen Nutzen in den Vordergrund stellen.

Aber nicht nur unsere Kunden werden von Emotionen gesteuert. Auch unsere Influencer oder die von dir angeheuerten Freelancer. Oder unsere Eltern. Oder unsere Freunde.

Und ich werde auch von Emotionen gesteuert. Und du ebenfalls.

Das passiert jeden Tag. Jede Stunde. Und jedes Mal, wenn bei jemanden eine Entscheidung ansteht.

Fazit

Wenn du die Kontrolle über deine Entscheidungen gewinnen und auch gleichzeitig dein Business verbessern willst, dann musst du dich mit den Ursachen und dem Handling von Emotionen auseinandersetzen. Daran führt kein Weg vorbei. Ich bin absolut sicher, dass jeder gute Verkäufer oder Marketer das Prinzip „Emotionen verkaufen“ kennt. Und das jeder erfolgreiche Entrepreneur früher oder später lernt mit seinen eigenen Emotionen umzugehen. Auch wenn sie noch nie von emotionaler Intelligenz gehört haben.

Werfe die altbackenen Glaubenssätze über Emotionen über Bord. Und fange an dich mit Emotionaler Intelligenz auseinanderzusetzen. Arbeite dich nach und nach in die verschiedenen Bereiche der Emotionalen Intelligenz ein. Ich weiß, so ein Begriff wie „Selbstmanagement“ klingt ziemlich trocken und ausgelutscht. Aber wenn du nachschaust, was sich hinter den Begriffen verbirgt, dann kannst du ziemlich viel Nutzen für dich und deine Arbeit erkennen:

  • Selbstwahrnehmung: Hilft dir dich kennen zulernen und dein Business nach deiner Person auszurichten (und nicht umgekehrt)
  • Selbstmanagement: Hilft dir die emotionalen Up‘s & Down’s zu meistern, die jeder in seinem Alltag hat.
  • Soziale Wahrnehmung: Hilft dir die emotionalen Trigger von deinen Kunden, deinen Influencern und jeder anderen (für dein Leben) wichtigen Person zu erkennen.
  • Beziehungsmanagement: Hilft dir Vertrauen und gegenseitige Zuneigung zu deinen Kunden und deinem Netzwerk (aber auch zu deinen Freunden oder zu deinem Partner) aufzubauen.

Und die dazu notwendigen Informationen bekommst du auf diesem Blog.

Bis Bald!

*Wir garantieren dir, dass du von uns keinen Spam bekommst. Ehrenwort!

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